Benedikt in Kopenhagen auf dem Klimagipfel
Als er nach Kopenhagen fuhr, erwartete er nur dröge Diplomatie - doch was Benedikt Jordan, 15, beim Weltklimagipfel erlebt, macht ihm Hoffnung. Im SchulSPIEGEL erzählt der Jungaktivist, warum ihn eine Rede des chinesischen Delegierten ernüchterte und ein Mann aus Tuvalu begeisterte.
"Die Weltklimakonferenz in Kopenhagen hatte ich mir ganz anders vorgestellt: Viel trockener, vielleicht sogar langweilig. Ich dachte, man sitzt den ganzen Tag in zähen Verhandlungen zwischen älteren Delegierten. Zum Glück kam es anders.
Ich wollte unbedingt nach Kopenhagen, um den Politikern zu zeigen, dass wir Jugendlichen ihnen auf die Finger schauen. Seit einem halben Jahr engagiere ich mich bei der Jugendorganisation des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Mit der BUND-Jugend bin ich zum Klimagipfel gefahren.
Als am 7. Dezember die Konferenz begann, war ich überwältigt: 15.000 Menschen aus über 190 Ländern, davon rund 2000 Jugendliche, Medienrummel und riesige Konferenzräume. In der ganzen Stadt gab es zahlreiche Aktionen und Demos für den Klimaschutz, Konzerte, Werbung für alternative Energien und extrem viele Fahrradfahrer.
Am Anfang fand ich die Klimakonferenz ziemlich groß, stressig, verwirrend. Ich war froh, als ich eine Gruppe fand, der ich mich anschließen konnte. Sie heißt Youngo: ein Jugendnetzwerk, mit dem ich arbeite, auf die Verhandlungen gehe und täglich Aktionen mache.
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[Quelle: Spiegel-Online / Schulspiegel]

