KLASSENLEBEN - ein Film über Inklusion
Eine Veranstaltung des Netzwerkes LernKulturTage Dresden in Kooperation mit dem Filmtheater SCHAUBURG.
Im Februar 2004 treffen zum Halbjahresbeginn 20 Kinder in der Förderklasse 5d der Berliner Fläming-Schule zusammen. Hier sollen Schüler mit extrem unterschiedlicher Fähigkeiten zusammen lernen. Vier der Kinder sind als behindert eingestuft, und werden nicht benotet. Die Klassenlehrerin, Frau Haase, gilt als streng, aber fair. Ihre große Liebe gilt dem Theater.
Auf Augenhöhe mit den Kindern nimmt der Regisseur Hubertus Siegert teil am Abenteuer eines Schulhalbjahrs. Erfolge und Konflikte, Spaß und Tränen, Witz und Mühsal, Rivalitäten und Freundschaften blitzen in den verschiedenen Geschichten auf, die zusammen das bewegende Bild eines vielschichtigen und spannenden, ganz eigenen Universums zeichnen: ein Klassenleben.
Der Film greift die Frage auf, was Schule ist und was sie sein kann. Er zeigt, dass Lernen und Erwachsenwerden kommunikative Prozesse sind, in denen Starke und Schwache, Begabte und Gehandicapte wechselseitig voneinander profitieren. Kinder lernen (wie auch Erwachsene) durchs Zugucken, Ausprobieren, Selbst-Lehren und Weitererzählen. Auch durch Zoff und Ärger. Durch Anteilnahme und Vergnügen. Sie sind soziale Wesen und entfalten nur in der Interaktion ihre individuellen Stärken. So ist ein erlebnisreicher Film entstanden, der für den Zuschauer auch zur Zeitreise wird: zurück in jene Jahre, in denen er selbst das Lernen lernen musste. Mit der Pointe, dass diese Jahre nie enden.
Die Vorführung und das anschließende Filmgespräch finden am 31.01.2012 um 19:30 im Filmtheater Schauburg statt.

