Neuer Projekttag an den Schulen
Der 9. November soll in Sachsen an den Schulen zur praktischen Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte genutzt werden.
„An diesem geschichtsträchtigen Tag gemeinsam auf Spurensuche zu gehen, vermittelt Wissen äußerst einprägsam“, sagt Sachsens Kultusminister Roland Wöller (CDU). Am 9. November jähren sich unter anderem der Beginn der Novemberrevolution 1918/1919, die Reichspogromnacht 1938 und der Mauerfall 1989. Wie eine Umfrage ergab, sind an den Schulen bereits verschiedene Aktionen geplant.
So steht etwa im Dresdner Berthold-Brecht-Gymnasium ein Projekttag rund um den 9. November auf dem Programm. Die Veranstaltungen drehen sich nicht nur um den Mauerfall, sondern auch um Themen wie die Reichspogromnacht oder den Hitler-Ludendorff-Putsch, der ebenfalls auf dieses Datum fällt. Das Radebeuler Gymnasium Luisenstift bietet eine Filmvorführung zur friedlichen Revolution und dem Mauerfall. Außerdem sind Mitglieder der „Gruppe 20“ als Zeitzeugen vor Ort, die von ihren Erfahrungen auf den Demonstrationen in Dresden zur Wendezeit berichten.
Nach Angaben des Kultusministeriums bieten sich vor allem für das Thema DDR praktische Ergänzungen zum Unterricht an. Zwar sei diese Geschichte fest in den Lehrplänen verankert. „Aber es ist nicht immer leicht, junge Menschen, die nach 1989 geboren sind, für die damals friedlich erkämpften Werte zu begeistern“, so Minister Wöller. Deswegen sei es wichtig, die Jugendlichen abzuholen: In diesem Jahr gibt es in Sachsen mehr als 100 Veranstaltungen wie Lesungen, Zeitzeugengespräche, Workshops, Schülerkonferenzen oder das Internetportal „Deine Geschichte“. Hier können Jugendliche multimedial die Ereignisse der friedlichen Revolution entdecken.
[Quelle: DNN]

