Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?
„Kommen die Babys in Amerika aus Cola-Dosen? Oder aus Bierkrügen wie in Australien?“ fragt Mary ihren Freund Max. Der weiß sofort die Antwort: „Babys kommen in Amerika aus Eiern, die je nach Religionszugehörigkeit von Rabbinern, katholischen Nonnen oder Prostituierten gelegt werden.“ Das ist der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft zweier komischer Helden: »Mary und Max.«
Ebenso komisch wie einfühlsam und mit vielen schönen Details erzählt der Film die Geschichte des neugierigen und einsamen Mädchens Mary aus Australien und des gewissenhaft-schrulligen Max, der in New York lebt. Beide haben es mit ihrer Umwelt nicht gerade einfach, oft fühlen sie sich fremd und missverstanden - doch ihre großartige Fernbeziehung gibt ihnen Halt und Sicherheit. Dabei sind die Fragen, die sie sich immer wieder gegenseitig stellen, nicht nur witzig, sondern für uns alle von globaler Bedeutung: Denn wie ist das eigentlich: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?
Die Antwort erfahrt Ihr im Filmtheater Schauburg! Dort ist der Film gestern zum ersten Mal in Dresden gezeigt worden und ist jetzt ab 16:00 für alle ab 12 Jahren anzuschauen.
»Mary & Max.«ist ein weltweit preisgekrönter Stopmotion-Animationsfilm mit großartigem Wortwitz und 212 liebenswerten Knetfiguren, die der australische Regisseur Adam Elliot mit seinem Produktionsteam in fast 5-jähriger Handarbeit zum Leben erweckt hat. Dazu wurden 475 Miniaturrequisiten entworfen, 886 Plastilinhände mit Drahtskeletten und Gelenken gegossen und bearbeitet, 394 individuelle Pupillen von der Durchschnittsgröße eines Marienkäfers hergestellt, 73 kg Plastilin zu Mündern, Händen und Protoplastiken der Puppen geformt und 12 Liter (= 2400 Teelöffel) Sexgleitmittel zu Tränen oder reißenden Urwaldflüssen verarbeitet. ... Das sollten wir mal mit Wallace und Gromit vergleichen!

