Straßen oder Schulen, Autos oder Kinder?

Straßen oder Schulen, Autos oder Kinder?

Es ist schon fatal ... Was ist denn nun eigentlich wichtiger? Vermutlich stehen bei vielen Menschen die Entscheidungen fest, aber irgendwie kommt diese Meinung in unserem Stadtrat nicht an.

Ich habe in der letzten Zeit häufig mit Menschen aus meiner Umgebung gesprochen und oft wurde über den Umgang mit Geld in der Stadt nur noch der Kopf geschüttelt. Überteuerte Projekte werden durchgeführt und Kindertageseinrichtungen sowie Schulen bleiben mit den Rekonstruktionsmaßnahmen auf der Strecke.

Das ist jetzt schon soweit, dass es auch die städtischen Zeitungen bemerkt haben. Zumindest gibt es seit einer Woche gehäuft Berichte über kaputte und marode Schulen und dass die Sanierung zu wenig fortschreitet. Eines der tollsten Beispiele ist zum Beispiel auch die Turnhalle der Dreikönigsschule. Hier haben Bürger, Beteiligte und Ortsbeirat sich für einen raschen Baubeginn und für ein Modell ohne Parkdeck ausgesprochen. Und wofür entscheidet der Stadtrat? Für die Variante mit Parkdeck, eine teurere Variante mit ebenfalls einer längeren Bauzeit!

Der Schulleiter des Gymnasiums hat dazu folgende Stellungnahme abgegeben, dass die dort existierenden Parkplätze zu maximal einem Drittel benutzt werden ... also wofür ein Parkdeck?

Aber in unserer Stadt ist einiges wichtiger als Bildung, soziales Miteinander und Kultur. Denn genau hier wird gekürzt, so dass in den nächsten zwei Jahren zu befürchten ist, dass einige Strukturen zusammenbrechen werden. Der zweite Bildungssektor soziale Arbeit, mit Nachmittagsbetreuung und Hausaufgabenhilfe wird als nicht wertvoll genug erachtet, um erhalten zu werden. Aber neue Einkaufszentren und Parkplätze können bezuschusst werden. ... Wo führt das nur hin?

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