Die wilde Farm

Ein Bauernhof, irgendwo in Frankreich. Als eines Tages der alte Bauer krank wird, übernehmen die Tiere das Regime. Schweine suhlen sich im Gemüsegarten, Rinder unternehmen Ausflüge in die umliegenden Wälder und die Mäuse tanzen auf dem Tisch. Allerdings hat nun auch die Katze freie Bahn und kann sich unbesorgt über Hühner und anderes Federvieh hermachen. Das bemüht sich derweil ein paar Körner zu finden und einen ruhigen Platz zur Brut aufzutreiben. Währenddessen vergnügen sich zwei Pferde auf der Wiese und die Hoftiere machen Erfahrungen mit ihren wilden Artgenossen: Schweine treffen auf Wildschweine, Haushund trifft auf Wildhund, das Geflügel dagegen, muss sich gegen den Fuchs zur Wehr setzen, der nun freie Bahn zur Jagd hat. Doch die Freiheit währt nicht lang: Die Kinder des Bauern übernehmen den Hof und bringen diverse neue Tiere mit. Nun heißt es für die alteingesessenen sich mit den Neuankömmlingen zu beschäftigen, sich um Futter und besten Schlafplatz streiten.
Nach Jahren in denen sich Dokumentarfilme an immer exotischere Lebewesen, an immer abgelegenere, unwirtlichere Drehorte gewagt haben, bezeichnet „Die wilde Farm“ einen willkommenen Schritt zurück. Schließlich sind auch eigentlich ganz gewöhnliche Hof- und Haustiere faszinierende Lebewesen, über die es viel zu berichten gibt. Abgesehen davon bekommt ein modernes Stadtkind natürlich ebenso selten eine Kuh oder ein Schwein zu Gesicht, wie eine mittelamerikanische Riesenschildkröte oder eine asiatische Königskobra. Stoff genug also für einen informativen Dokumentarfilm, der sich mehr oder weniger kritisch mit der Tierhaltung auseinandersetzt, die Grundlage der westlichen Essensgewohnheiten ist.
