Kostenfreier Geschichts- und Kunstkurs für Schüler

„BEDENKEN. Vergangenheit begreifen – Zukunft in die Hände nehmen!“
Innerhalb der Gedenkstätte Bautzner Straße soll der sogenannte Fuchsbau erhalten werden – ein graues und unwirtliches Kellergefängnis. Bald können Kunstwerke von Dresdner Schülern zu sehen sein.
Die Gedenkstätte Bautzner Straße und die Jugend&KunstSchule Dresden führen ein gemeinsames Projekt durch: “BEDENKEN. Vergangenheit begreifen – Zukunft in die Hände nehmen!“ Dabei wird die persönliche Geschichte von Menschen, die die Haft in der damaligen Untersuchungshaftanstalt zwischen 1945 und 1954 selbst erlebt haben. Innerhalb eines Geschichtskurses können selbst Interviews geführt werden. Archivmaterial, Dokumente und Berichte werden studiert und ausgewertet. Ebenso vermitteln Fotos und Filme die damaligen Haftbedingungen und den Umgang mit den Menschen, die nichts weiter als ihre Meinung gesagt haben. Themen wie Widerstand – Verrat – Trennung und Ohnmacht der Gefangenen, die für Meinungsfreiheit und Demokratie gegen eine Diktatur kämpften, können fühlbar werden.
Die Gedanken und Empfindungen können in den Ateliers der Jugend&KunstSchule Dresden künstlerisch umgesetzt werden: in Zeichnungen, Grafiken, in Bildern, Plastiken, Keramiken, sogar die körperliche Darstellung mittels
Tanztheater ist möglich. Die Schüler präsentieren zum Abschluss des Projektes einzelne Häftlingsschicksale und die entstandenen Kunstwerke in einem eigenen Buch. Neben einer Wanderausstellung wird eine dauerhafte
Präsentation mit der Einweihung des Gedenk-Ortes „Fuchsbau“ in den ehemaligen Haftzellen künstlerisch und dokumentarisch gestaltet.
Seit November finden die ersten Kurse statt, es sind noch einige Plätze frei. Teilnehmen können Schüler der 7. bis 12. Klassen aus Mittelschulen, Gymnasien, Förderschulen und Berufsbildenden Schulen. Die Kurse finden in
der Freizeit statt und sind kostenlos. Anmeldeformulare sind auch im Internet nutzbar unter www.bautzner-strasse-dresden.de/
